Kriminelle Neuigkeiten

10.10.2018

Ab sofort wieder erhältlich: Tickets für Nicci French!

 

Aufgrund der großen Nachfrage wurde die P1 um 80 Plätze erweitert.

Tickets für die Lesung mit Nicci Gerrard und Sean French (alias Nicci French) sowie Sandra Quadflieg gibt es an allen bekannten Krimifestival-Vorverkaufsstellen.

Fr

09

Nov

2018

Krimi mit Humor? Festival Tag 3

Beim Wort Krimi denken wir an Mord, Rache, Blut, Opfer, Täter und Gewalt - aber nicht unbedingt an Humor.

 

Das dieser aber ebenfalls seinen Platz in der Krimiwelt hat, bewies Autor Jörg Maurer am dritten Tag unseres Festivals. Bereits das kurzweilige Gespräch mit Volker Albers zu Begin der Lesung brachte richtig Stimmung in den Saal. Dabei verriet uns Herr Maurer - der dieses Jahr sein 10. Jubiläum feiert - mit einem Grinsen im Gesicht, dass er sich nicht nur diverse Definitionen zum Titel "Unterholz" einfach ausgedacht hat - sondern mehr noch, dass er diese dann hartnäckig immer wieder in Wikipedia eingetragen hat - auch wenn diese immer wieder genauso hartnäckig gelöscht werden.

 

Tja, ein bisschen Spass muss eben sein.

 

 

Auch bei den weiteren Lesungen des gestrigen Abends durfte geschmunzelt und gelacht werden. Diese lockere Wohlfühlatmosphere und ein gewisser Spassfaktor sind es auch, die das Hamburger Krimifestival so besonders machen. Wir Danken allen Autoren, Moderatoren und Schauspielern des gestrigen Abends für spannende und zugleich heitere Unterhaltung! 

Do

08

Nov

2018

Wer ist der Killer? - Festival Tag 2

Egal ob in England, Dänemark, Hamburg oder Griechenland gemordet wird, die Frage, die es überall zu lösen gilt ist: Wer ist der Killer? Und wer glaubt, dass die Autoren darauf immer gleich die Antwort haben, hat die Rechnung ohne die charmante Charlotte Link gemacht. Denn Sie gab gestern zum Erstaunen der zahlreichen Zuhörer zu: "Ich kenne den Täter oft ganz lange selber nicht und bin da genauso ahnungslos, wie meine Leser." Ein großer Vorteil dabei ist: sie kann uns nicht aus Versehen zu früh im Buch etwas verraten, was sie selber gar nicht weiss. Dies blieb nicht die einzige Enthüllung im munteren Gespräch des Traum-Duos Charlotte Link und Bärbel Schäfer. Es wurde gestaunt und gelacht und sich natürlich auch gegruselt.

Auch das Hamburger Quartett mit Nora Luttmer, Till Raether, Simone Buchholz und Boris Meyn, sowie das Trio aus Dänemark mit Jesper Stein, Anna Grue und Katrine Engbert geisterte die Zuschauer. "Vier tolle Autoren haben aus ihren Kriminalromanen gelesen und mich sehr neugierig gemacht", schreibt eine Besucherin nach der Veranstaltung "Tödliches Hamburg".

Wer es lieber etwas politisch provokant mag, war in der Lesung mit Wolfgang Schorlau bestens aufgehoben. In seinem Politthriller "der große Plan" wird die Griechenlandfrage von dem berühmten Ermittler Georg Dengler einmal von einer anderen Seite beleuchtet. Zu Gast bei der Lesung war auch Filmproduzent Raoul Reinert.

 

Beim Finale des gestrigen Abends, wurde hingegen kein Lachmuskel verschont - Sven Stricker und Schauspieler Bjarne Mädel lieferten eine ganz große Show in einem etwas anderen Format. Krimi trifft Komik - auf höchstem Niveau! "Der Hammer", begeistert sich ein Zuschauer - und dem können wir nur zustimmen.

Mi

07

Nov

2018

Kriminelle Eröffnung

Das Hamburger Krimifestival ist gestern sehr stimmungsvoll auf Kampnagel in seine 12. Saison gestartet.

 

Bereits vor Beginn der Lesung herrschte munteres Treiben und spürbare Vorfreude in dem gut gefüllten Foyer, während auf der Bühne die Tonprobe lief und Programmmacher Harald Butz noch persönlich den Tatortreiniger mimte, um dem Flügel für den Auftritt des renommierten Pianisten Sebastian Knauer einen besonderen Glanz zu verleihen.

 

Die kurzweilige Begrüssung der Initiatoren Volker Albers (Hamburger Abendblatt), Christian Heymann (Buchhandlung Heymann) und Dr. Rainer Moritz (Literaturhaus Hamburg), oder wie Herr Heymann sagt, "die drei von der Tankstelle", entlockte den knapp 800 Zuschauern bereits den ein oder anderen Lacher. 

 

Das grandiose Autoren-Duo Michael Hjorth und Hans Rosenfeld bescherte uns in typisch schwedischer Lockerheit und witziger Manier einen spannenden Abend: spritzig und intelligent moderiert von Margarete von Schwarzkopf und brilliant gelesen von Schauspieler Tim Grobe. Abgerundet wurde die Eröffnungsveranstaltung durch die musikalischen Klavier-Einlagen von Sebastian Knauer, die wahrlich unter die Haut gingen.

 

Selbst bei der anschliessenden Signierstunde bewiesen die zwei Geheimniskrämer aus Schweden ihren Teamgeist und guten Humor. Wann wir sie wieder in Hamburg begrüssen dürfen, ist noch unklar - aber sie haben versprochen, dass sie uns mit dem Cliffhanger am Ende ihres Buches nicht noch einmal drei Jahre hängen lassen werden. Hoffen wir, dass sie ihr Versprechen halten.

 

 

 

So

04

Nov

2018

Sebastian Fitzek's Deutschland Premiere

Der charismatische Erfolgsautor Sebastian Fitzek ist bekannt und beliebt für seine haarsträubenden Thriller, bei denen man auf wirklich alles gefasst sein muss. Doch auch er selbst entpuppt sich als mindestens so vielseitig und voller Überraschungen, wie seine Bücher. 

 

Auf der Bühne wird er vom talentierten Thriller-Autor zum begabten Alleinunterhalter, der es versteht, sein Publikum für 90 Minuten komplett in seinen Bann zu ziehen. Dies hat er vor knapp zwei Wochen beim kriminellen Vorspiel im Rahmen des Hamburger Krimifestivals vor 1600 Zuschauern einmal mehr beeindruckend unter Beweis gestellt. Und Zuhause? Da wird aus dem liebevollen Familienvater auch gerne mal ein kleiner Kinderschreck.

 

Sebastian Fitzek bringt sein Publikum mit witzigen Anekdoten aus seinem Privatleben zum Lachen doch gerade, wenn sich alle etwas entspannen, jagt er seinen Zuhörern mit der Lesung seines neuesten Buches einen gehörigen Schauer über den Rücken. Er versteht es wie kaum ein anderer, seine Leser und Zuhörer immer wieder mit ungeahnten Überraschungsmomenten aus der Haut fahren zu lassen. Die gekonnte Mischung aus Witz, Selbstironie und Gänsehaut-Garantie machen ihn so einzigartig.

 

Auch die Nähe zu seinen Lesern zeichnet Sebastian Fitzek aus. Um seinen Fans die Wartezeit während der Signierstunde(n) so kurzweilig wie möglich zu gestalten, hat er kurzerhand eine Band mitgebracht. Für so einen Gast verlegt man den Start des Krimifestivals doch gerne einmal spontan um 2 Wochen nach vorne. Die Deutschlandpremiere seines neuesten Werkes "der Insasse" in seiner Wahlheimat Hamburg, wie Christian Heymann so passend kommentierte, war jedenfalls ein großartiger Erfolg und ein gelungener Auftakt des diesjährigen Krimifestivals.  

 

 

Mo

22

Okt

2018

Krimi-Kolumne: "Mexikoring"

Unser Programmmacher Volker Albers hat nun in seiner Krimi-Kolumne auch das neueste Werk von Autorin Simone Buchholz unter die Lupe genommen: 

 

Die auf St. Pauli lebende Autorin Simone Buchholz entwickelt sich so langsam zu einer Art Protokollantin der Hamburger Halbwelt. Von Roman zu Roman – ihr Debüt „Revolverherz“ erschien 2008, mittlerweile sind acht Kriminalromane auf dem Markt – hat sich Buchholz eines neuen brisanten Themas angenommen, das unter der schönen Oberfläche der Hansestadt schwelt. Sei es Obdachlosigkeit, behördlicher Sumpf, Korruption, Drogenhandel oder – wie in ihrem aktuellen Roman „Mexikoring“ (Suhrkamp, 252 S., 14,95 Euro) – sich bekriegende osteuropäische Familienclans.

Simone Buchholz schaut genau hin in ihren gut recherchierten Geschichten – die dumpfe Dominanz der Männer in diesen Familien, die brutale Unterwerfung der Frauen, die archaischen Strukturen, die so gar nicht passen in unsere aufgeklärte Welt des Westens. Und es brennen weltweit die Autos in „Mexikoring“, womit tatsächlich die Straße in der City Nord gemeint ist. Dort sitzt der junge Nouri eines Nachts in einem brennenden Autor und stirbt. Selbstmord schließen die Ermittler um Buchholz’ charismatische Staatsanwältin Chastity Riley schnell aus. Nouri hat sich vor Jahren von seinem in Bremen lebenden Familienclan abgewandt, für seinen Vater existiert der Sohn folglich nicht mehr. Hat sich die Familie nach einer solch langen Zeit an Nouri gerächt? Riley und ihr Ermittlerteam fahren nach Bremen und stoßen dort auf eine fremde, in sich vollkommen verschlossene Familienwelt, in der nach eigenen Regeln und Gesetzen gelebt wird und ein Menschenleben wenig gilt. Der wahre Täter aber, so scheint es, lebt in Hamburg, er hat ganz andere Motive. „Mexikoring“ ist ein typischer Simone-Buchholz-Krimi: schnodderig im Ton, punktgenau in den Dialogen, stimmig im Milieu, mit Witz und einem Schuss Melancholie versehen. Simone Buchholz bringt Hamburgs dunkle Seite zum Leuchten.

 

Text: Volker Albers

 

 

Simone Buchholz liest am 7.11. beim Hamburger Krimifestival auf Kampnagel

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